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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Weiteres Vorgehen

Heute kann ich leider nicht auf die Baustelle, der Vollständigkeit halber aber hier der Plan für heute.

- Dämmung und Abdichtung Dach
- Absaugen Wasser in UG und EG
- Weitertrocknen mit Bauheizern
- Einbau Fenster UG
- Einbau Haustüre
- Anbringung Fenstersimse wo sie noch fehlen (nur im Essbereich der Fall)
- Schließen Absatz EG - OG und Montagelöcher
- Austausch Fensterleiste (das einzige was gestern auf den ersten Blick gelitten hat)
- Schließen der Verbindungstüre Garage/Flur, damit kein Unbefugter mehr Zutritt hat
- etc.


Morgen steht um 13 Uhr die Elektrobesprechung mit dem Elektromeister der Firma Beilharz Haus und uns an und dann startet die Elektrovorinstallation und danach darf ich den Technikraum spachteln. *hmpf*

Tadaaaaa - Da ist es!

UUUUUNGLAUBLICH! Wir haben ein Haus!!! Ein ganzes komplettes Haus - zwei Stockwerke plus Dach. Und das innerhalb eines Tages.

Unser Montagetrupp - insgesamt acht Mann (bestehend aus Zimmermännern der Zimmerei Ehler, Beilharz Haus Aufbauprofis und unserem Kranführer, der bereits den Keller gestellt hat) - haben in einer sensationellen Qualität und Schnelligkeit das komplette Haus aufgestellt. Morgens um 6 Uhr ging es los und um 17.30 Uhr war bereits alles geschafft. Selbst das Dach kam gestern noch drauf, damit es über Nacht nicht allzu viel reinschneien konnte.

Wie mir vom Chef der Zimmerei berichtet wurde, sieht man an der Passgenauigkeit der Elemente und dem damit verbundenen schnellen Aufbau, wie exakt und perfekt die Vorfertigung bei Beilharz ist. Es gäbe da auch ganz andere Beispiele, wo bei jeder Wand nachgebessert werden muss. Außerdem wurde mir bestätigt, dass wir uns einen der besten Hersteller ausgesucht hätten. Da sie für Beilharz ungefähr 20 Häuser pro Jahr errichten und auch für andere Fertighausfirmen arbeiten, müssen sie es ja wissen. Aber das war uns von Anfang an klar - darum gab es für uns schon sehr früh keine Alternative zu Beilharz. Die perfekte LKW-Beladung hat ebenfalls dazu geführt, dass Element für Element ohne Umladen oder Zwischenparken an den Kran gehängt werden konnte und ohne ein einziges Hakeln oder Nachbessern an seinen Platz kam. Weiterer Zeitspareffekt war, dass das Gerüst im Erdgeschoss schon am Tag zuvor aufgebaut wurde.

Jetzt aber ein "kurzer" Überblick des gestrigen Tages:
Als wir um 7:15 Uhr auf der Baustelle eingetroffen sind, stand bereits das erste Wandelement, während das zweite gerade an seinen Bestimmungsort schwebte. In der Morgendämmerung sahen die Zimmermänner in Ihrer Kluft mit den Schwarzen Hüten auf unserer Kellerdecke richtig gespenstisch aus. Sie haben sich dann aber als weniger gefährlich und dafür als sehr kompetent und nett erwiesen. Da Jürgen arbeiten musste, habe ich auf der Baustelle die Stellung gehalten und fotografiert, inspiziert, für Kaffee, andere Getränke und Vesper gesorgt und die Jungs bei Laune gehalten. (Es ist tatsächlich so, dass Bauarbeiter am liebsten Spezi trinken)

Leider war das Wetter gestern sehr unangenehm. Es hatte die ganze Nacht geregnet und geschneit, so dass sich zusammen mit dem Schnee auf unserer Kellerdecke eine 7 cm dicke Eisschicht gebildet hatte. Nur der Mörtelstreifen wurde am Tag zuvor vom Eis befreit, damit wenigstens das Haus ohne Probleme gestellt werden konnte.  Um 9.30 Uhr wurde bei Graupelschauern die letzte Erdgeschossaußenwand gestellt. Im Anschluss daran ging es nahtlos mit den Innenwänden und der Decke weiter. Um zwölf Uhr war das Erdgeschoss samt Decke geschafft. Dann konnten endlich Heizer aufgestellt werden und der Eisdecke wurde mit Stecheisen und Schaufeln zu Leibe gerückt. Und ich durfte zum ersten Mal mein Erdgeschoss betreten. Meine Angst wegen der Größe hat sich urplötzlich verflüchtigt. Es ist genauso, wie ich es mir in meinen kühnsten Träumen erhofft habe und daher ist es besser als ich es erwartet habe. Das Raumgefühl ist unglaublich, die Ausmaße perfekt und die Aufteilung noch besser als vermutet. Besonders unser Essplatz ist ein Traum geworden: Viel Glas, unglaublich hell und größer als die Bodenplatte erahnen lies. Unser Wohnzimmer ist ebenfalls wie erhofft. Weniger Fenster, daher etwas dunkler (ok der Rolladen des einen Fensters war auch unten) dafür sehr intim und kuschelig trotz der Größe. Genau wie gewünscht: Als Lebensmittelpunkt die Wohnküche und als privaten Rückzugsort unser Wohnzimmer. Einfach perfekt.

Vor der wohlverdienten Vesperpause wurden noch kurz die Hälfte der Dachgeschossaußenwande aufgestellt. Dank meiner Schwiegereltern kam zu dieser Zeit auch die Essenslieferung und Jürgen konnte kurz vorbeischauen. Dann gab es endlich Deftiges. Wahnsinn was in die Jungs so verputzen. Aber harte Arbeit in Eiseskälte macht vermutlich richtig Hunger. Das darf nicht mit dem mittäglichen Appetit von uns Schreibtischakkrobaten verglichen werden.

Kaum war der letzte Happen verschlungen und ein Zigarettchen auf unserem unglaublich tollen Balkon geraucht, waren die Jungs schon wieder bei der Arbeit. Während oben weiter fleißig handtiert wurde, habe ich den ersten Besuch in unserem neuen Haus empfangen. Meine Schwägerin und eine liebe Freundin kamen vorbei, um nach den Baufortschritten zu schauen und mich sowohl moralisch als auch mit Sekt und Süßem zu unterstützen. Kurz darauf kam Frau Schweizer mit ihrem Finanzchef vorbei, um ihr eigenes Werk endlich "Live und in Farbe" zu betrachten. Und was soll ich sagen: Bauherrin und Architektin waren beide sehr begeistert vom Endprodukt ihrer monatelangen Planungen. Da die Mädels gerade schwanger sind, konnte ich nur mit Frau Schweizer und ihrem Mitarbeiter mit einem Gläschen Sekt auf unsere fanastische Zusammenarbeit angestoßen. Währenddessen schwebte als letztes Element des Obergeschosses die Brüstungswand ein. Und endlich durften wir den ersten Stock begutachten. Was soll ich sagen? Es ist einfach klasse geworden. Unsere Badaufteilung ist richtig genial, die oftmals als zu klein erachteten Kinderzimmer sind völlig ausreichend und unser Schlafzimmer mit Ankleide einfach grandios.

Nachdem mich mein lieber Besuch wieder verlassen hat, wurde auf der Baustelle eine Kaffeepause eingelegt, da wir auf die Lieferung der Dachelemente warten mussten. Das Dach war eigentlich erst für heute morgen bestellt und daher hat das spontane Verladen noch etwas Zeit in Anspruch genommen. Das heißt wir sind momentan sogar schneller als der Zeitplan. Wahnsinn! Während im Anschluss das Dach angebracht wurde, habe ich mich nützlich gemacht und das restliche Eis aus dem Wohnzimmer geschippt.

Als Abschluss eines sehr produktiven Tages, gab es für die fleißigen Arbeiter noch ein verdientes Feierabendbier im Dunkeln. Dann wurden beide Bauheizer angestellt um die Feuchtigkeit bzw. Nässe aus dem Haus zu bekommen. Als dann Feierabend auf der Baustelle war und ich alleine mein Haus genossen habe, kam auch endlich der Bauherr auf die Baustelle. Im Dunklen konnte er endlich SEIN Haus erkunden. Und wir sind beide super glücklich wie toll es geworden ist.

Morgens 7:15, das erste Element steht.

Das zweite schwebt bei Wind und Schneeregen an seinen Platz.

Mit schwerem Hammer wird es eingepasst.

Unsere Wohnzimmer Nordwand.

Gerade noch auf dem LKW jetzt schon am entgültigen Bestimmungsort.

Danach wird befestigt, geschraubt und verklebt.

Nächstes Element: Linke Fenstertüre kommt ins Wohnzimmer, die rechte gehört zum Flur.

Langsam und passgenau werden die Elemente miteinander verbunden.


Passt ohne nachzubessern exakt zusammen wie ein Puzzelteil zum anderen.

Unser riesiges Hebeschiebelement für den Essplatz. Übrigens das sind keine Risse, wie man mir weismachen wollte, sondern unsere Jalousienbefestigungen.

Passt!

Die 3,3 Tonnen schwere Treppe wird erst angehoben...

... und dann eingesetzt.
Letztes Erdgeschosselement schwebt um 9.30 Uhr ein.

Das Legen der Erdgeschossdecke erfolgt direkt im Anschluss.

Die Dachgeschosselemente kommen.

Und werden zum Großteil noch vor der Mittagspause gestellt.


Küche und Essplatz.
Küche mit Decke.
Eis im Wohnzimmer.

Unser Bad. Unters Fenster kommt die Badewanne, hinter die halbhohe Wand die Toilette, rechts im Bild findet der Waschtisch seinen Platz und hinter dieser Wand wird unsere Megadusche sein.

Blick ins Erdgeschoss.



Kinderzimmer Nr. 1

Unsere Ankleide mit Fussbodenheizungsverteiler.

Unser Schlafzimmer.

Flur im Obergeschoss.
Noch ohne Dach, da es leider schon dunkel war als es kam, aber mal zum ein Gesamtbild erhalten. Das Beige ist nicht die entgültige Farbe, sondern nur der Schutzputz.


Dienstag, 27. November 2012

Extremst begeistert - UNSER HAUS!

Wir haben gestern zum ersten Mal unser Haus gesehen! Ich habe zum allerersten Mal voller Begeisterung mein riesiges Fensterband im Schlafzimmer betrachten dürfen und zum ersten Mal den Griff des Flurfensters in der Hand gehabt. Wir konnten feststellen, dass wir großartige Fenstersimse ausgesucht und die gewählte Fensterfarbe perfekt geworden ist.

Falls Ihr Euch wundert: Nein, das Haus steht leider noch nicht! Das wird erst nächsten Dienstag gestellt. Aber wir durften gestern zu einer exklusiven Werksführung bei Beilharz Haus. Und dort wurde und wird gerade UNSER Haus gefertigt. Welch unglaublich erhebendes Gefühl. Vor allem, wenn man die erstklassige Verarbeitung und hohe Qualität in der Produktion sieht. Durch meine vorherige Tätigkeit bei der Ausstellung Eigenheim & Garten durfte ich bereits drei renommierte "Fertighaus-Unternehmen" und ihre Produktion besuchen. Und ich muss sagen, ich bin nach wie vor begeistert vom Prinzip dieser Häuser und kann nicht nachvollziehen, warum ihnen auch heute noch ein schlechter Ruf anhaftet. In trockenen Werkshallen werden die Wandelemente auf den Millimeter genau gefertigt. Durch diesen "Trockenbau" entfallen die Austrocknungszeiten gegenüber der konventionellen Bauweise und alles ist exakt passgenau. Wenn man noch sieht, wieviel Dämmung in die Wände eingebracht wird, ist es kein Wunder, dass Holzhäuser konventionell gebaute Häuser in Sachen Energieeffizienz übertrumpfen.

Auch wenn die Produktion bei Beilharz deutlich kleiner ist als bei einem Weber oder Schwörer, steht sie diesen zwei "Großen" der Fertighausbranche in Qualität und Ausführung in keinster Weise nach. Es macht wirklich Freude zu sehen wie die Wände entstehen, wie Sanitärinstallationen und Elektro bereits fachmännisch in die Wände eingebracht werden, wie unser Traumhaus mit riesigen Fensterfronten und einem echt tollen Grundriss entsteht. Da geht einem das Herz auf und man freut sich SO eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Seit gestern sind wir noch überzeugter (wenn das überhaupt möglich ist) von der Firma Beilharz Haus und ihren Produkten!

Wenn ich mir überlege, dass gerade in diesem Moment weiter an unserem Haus gebaut wird, könnte ich durchdrehen vor Freude! In genau einer Woche ist es dann auch endlich soweit: Der große, langersehnte Tag X ist da! Der Urlaub ist bereits genehmigt und daher kann ich mit Foto, Ersatzakku und einer Thermoskanne Tee dem Aufbau unseres Hauses beiwohnen. Vielleicht sollte ich noch über einen Campingstuhl samt Wolldecke nachdenken... Wie auch immer... Es ist einfach großartig wie alles läuft und wir sind sehr, sehr glücklich. Bilder der Werksführung gibt es hier leider keine, da  Beilharz Haus es nicht wünscht, dass diese im Internet veröffentlich werden, was wir selbstverständlich respektieren.

Unser Kellerbau wurde gestern erfolgreich abgeschlossen. Die Dämmung wurde angebracht und der nächste Schritt wird nun die Drainagierung und das Anfüllen des Aushubs rund um den Keller sein. Wir sind so was von perfekt im Zeitplan - es ist unfassbar. *schonwiederaufHolzklopf*. Hoffen wir dass es so bleibt.

Drück uns die Daumen!


Montag, 12. November 2012

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Nach einer traumhaften Toskanawoche mit lieben Menschen, bestem Wetter und großartigem Essen (jahaaaaa, abgedroschen wie ein Postkartentext - aber es war wirklich so) sind wir seit Samstag Abend wieder im novembergrauen Deutschland angekommen.Wir hatten eine echt gute Zeit, die uns hoffentlich genügend Kraft für die kommenden Wochen gespendet hat.


Jetzt aber noch ein Rückblick was sich in den letzten zehn Tagen abgespielt hat.
Am Freitag vor unserer Abreise schritt der Aushub zügig voran. Unser emsiger Bagger war die Attraktion für sämtliche Nachbarskinder, die mit leuchtenden Augen und schmierigen Nutellafingerchen an den Fenstern rundum klebten. Während des Ausgrabens haben wir die Gelegenheit genutzt und uns, bewaffnet mit "Merci" und einigen Flaschen Sekt, auf eine "Hallo! Wir sind die Neuen"-Runde bei unseren unmittelbaren Nachbarn begeben, um uns für die Unannehmlichkeiten unserer Baustelle zu entschuldigen.

Auf dem Bau lief währenddessen alles wunderbar und die Grube wuchs und wuchs. Bis sich plötzlich aus dem linken oberen Eck ein Sturzbächlein in unsere Baugrube ergossen hat. Wenn ich hier von einer Schrecksekunde schreiben würde, wäre das deutlich untertrieben. Jürgen und ich standen kurz vorm Herzinfarkt. Es hatte in den Tagen zuvor zwar etwas geregnet, jedoch nicht so stark, dass es solche Wassermengen hervorbringen könnte. Unser Baggerfahrer reagierte schnell und hat direkt einen Entwässerungskanal rund um die Baugrube gezogen. Nachdem die Arbeiten an diesem Tag zu Ende gegangen sind,  habe ich mich mit ihm über unser zwischenzeitlich munter plätscherndes Bergbächlein rund um die Baustelle unterhalten. Der Baggerführer war bereits bei der Erschließung des Baugebiets vor etlichen Jahren mit von der Partie und wußte zu berichten, dass es im Hang wohl eine Quelle gibt, die bereits vor Jahrzehnten von der Gärtnerei am Fusse des Baugebiets mittels Drainagerohren angezapft wurde. Mit dem Quellwasser werden die Bewässerungstanks befüllt und das übrige Wasser in den nahe gelegenen Fischteich weitergeleitet. Komischerweise wurden die Rohre in keinem Plan eingezeichnet. Nun ja, dubios, dubios.

Wir haben noch vor unserer Abreise mit unserem Erdbauer abgeklärt, dass er den Bach in ein Rohr leiten soll, damit unsere Baugrube trocken bleibt. Über das weitere Vorgehen wollten wir nach unserem Urlaub sprechen. Daher konnten wir am Samstag beruhigt in den Urlaub fahren.

Während unserer wunderschönen Toskanazeit habe ich die restlichen Änderungen unseres Ergänzungsvertrags mit unserer Ausstattungsberaterin abgeklärt. Außerdem hat mich unser Bauleiter angerufen und berichtet, dass die Stadt Geislingen ganz besorgt wäre, da der Gärtner kein Wasser mehr hätte und sie selbstverständlich die Mehrkosten für die Drainagierung und den erneuten Anschluss übernehmen würden. Welch Wunder und das ohne überhaupt nachgefragt zu haben!


Während unserer Abwesenheit wurde alle anstehenden Arbeiten fristgerecht ausgeführt. Das Wasserrohr wurde gelegt, das Dixiklo aufgestellt, der Baustomzähler installiert, die Sauberkeitsschicht eingeschottert und vom Geometer das Schnurgerüst eingeschnitten. Komischerweise wurde am Samstag nochmals nachgebaggert, da angeblich irgendwo 30 cm zu wenig ausgehoben wurden. Hier gilt es noch rauszufinden was sich dahinter verbirgt.












Leider hat es am Samstag und kompletten Sonntag (also gestern) ununterbrochen geregnet. Als wir gestern  mittag zur Baustelles gefahren sind, konnten wir dabei zusehen wie der Hang an der Rückwand Stück für Stück abgerutscht ist. MADONNA! Genau das was man nicht brauchen kann. Wir haben schon wieder das magische Gänsehautwort "Mehrkosten" flüstern gehört. Als ich heute morgen um halb acht auf der Baustelle vorbei schaute und mit dem Herrn vom Kellerbau die Angelegenheit besprochen habe, meinte er jedoch, dass das gar nicht so schlimm wäre, sie hätten sowohl ein Vermessungsgerät als auch einen Bagger dabei und könnten schon einiges retten. Kurz darauf ist die BG angerollt und hat eine bessere Sicherung des Hangs gefordert. Mal sehen wie es weitergeht. Ich werde berichten.

Rutschehang gestern

Der ganze Mist ist noch vollends runtergekommen


Donnerstag, 25. Oktober 2012

Konkreter Zeitplan

Gerade ereilte mich eine Mail von unserem Projektleiter der Firma Glatthaar. Sofern es witterungsbedingt zu keinen Verschiebungen kommt, ist folgender Ablauf geplant:

Aushub fertig               bis 6. November 2012

7. November                Schnurgerüst/ Vermessung ( Abruf Fa. Glatthaar)

8. + 9. November         Verlegung Leerrohr/ Wasserleitung unter Bodenplatte

12. - 14. November      Frostschürzen, Entwässerung und Bodenplatte

16. November              Aufbau Keller (Gerüstaufbau an Südseite und Elektro)

19.  - 20. November     Betonieren Keller

21. + 22. November     Abdichtung

23. November              Mörtelstreifen +Balkonbrüstung

26. November              Dämmung+Restarbeiten


Damit werden wir nur bei einem Teil des Aushubs, dem Stecken des Schnurgerüsts sowie der Vermessung fehlen. Ich denke nächste Woche wird es den obligatorischen Spatenstich geben, danach trinken wir mit Nachbarn, Familie und Freunden noch ein "Spatenstich-Bierchen" und im Anschluss verschwinden wir dann in den wohlverdienten Urlaub. Wir werden nämlich, wie jedes Jahr, eine Woche bei der Olivenernte in der Toskana sein. Auf diese schönste Zeit des Jahres wollen und werden wir auf keinen Fall verzichten. Der Rest des Hausbaus ist sowieso spannender. Und danach sind wir gut erholt und bereit für den Baustress der kommenden Monate.



Freitag, 19. Oktober 2012

Frisch von der Baustelle

Heute morgen war Baustellengespräch. Bevor ich wieder die Hälfte vergesse, beeile ich mich alle Punkte zusammenzufassen. Wir haben uns um 8 Uhr mit unserem Beilharz Bauleiter, dem Projektleiter von Glatthaar, unserem Erdbauer und dem Wassermeister und stellvertretenden Bauhofleiter der Stadt Geislingen an unserem Grundstück getroffen.


Erfreulicherweise ist endlich das Bauschild da. Also aus meiner marketingtechnischen Sichtweise wäre das bei mir schon vor vier Monaten gestanden. Werbung ist alles! Außerdem ist unser Grundstück inzwischen schon Grobverpflockt. Krass, dass das Grundstück doch so groß ist. Ohne die Markierung hat man das gar nicht gesehen. Und das Haus wirkt auch gar nicht so mickrig, wie ab und an schon befürchtet. Der Schock, dass alles viel zu klein ist, kommt aber anscheinend immer erst dann, wenn die Bodenplatte gegossen wurde und man sich beim Anblick überlegt wie auf das kleine Ding ein ganzes Haus passen soll. Wir werden sehen...



Als erstes wurde der Wasseranschluss besprochen. Diesen werden wird nicht ums Haus herum, sondern unter der Bodenplatte durchführen. Das spart Meter und ist damit ein echtes Sparpotential - juhuuuuu! Das Bauwasser werden wir pauschal abrechnen, da es zu dieser Jahreszeit öfters mal friert und das hält keine Wasseruhr aus. Die Temperatur sollte sowieso nicht so häufig unter 0° Grad sinken, denn dass tut dem Bauwasseranschluss nicht gut. Der Stromanschluss wird irgendwann nach Erreichtung des Kellers von der ENBW gebohrt.

Dann ging es mit dem vorläufigen (wenn denn alles trocken und frostfrei bleibt) Terminplan weiter:

KW 44/45 Aushub
KW 45 Bodenplatte
KW 46 Keller
Haus Stelltermin 4. Dezember 2012

Ich muss sagen, dass ich ein "bisschen" geschockt war. Wir haben heute Ende KW 42. Das heißt in spätestens zwei Wochen geht es los. Vermutlich ist der Spatenstich schon in 1,5 Wochen. Ich brauche dringend superschicke Gummistiefel und einen Spaten. Evtl. findet sich noch ein farblich passender Bauhelm. Jahaaaa, das passende Outfit ist das A und O in jeder Situation. Und der "Bob the Builder-Look" wird sicherlich DER Trend im Herbst/Winter 2012. ;-) Aber jetzt weg von den lebenswichtigen Themen zurück zu den notwendigen Fakten.

Wir benötigen sowohl beim Keller, als auch beim Haus einen 50 Tonnen Kran. Bei "normalen" Häuser reicht eigentlich ein 30 Tonnen Kran aus. Aber bei uns ist mal wieder nichts normal und das erfordert die 50 Tonnen Variante, der selbstverständlich auch Mehrkosten von ca. 800 Euro verursachet. ICH HASSE DIESEN BEGRIFF!!! Immer MEHRKOSTEN! Der Kran wird in der geschotterten und verdichteten Garagenzufahrt stehen. Weil wir wissen ja alle: Kranplätze müssen verdichtet sein - sonst ist das Bandmass voll. Wer es nicht kennt kann sich hier ins Bilde setzen lassen. http://www.youtube.com/watch?v=OMAPuknHyjk  Absolut sehenswert! :-)

Wir werden trotz des Standplatzes auf dem Grundstück eine halbseitige Straßensperrung bei der Stadt beantragen. Sicher ist sicher! Unser Bauleiter wird sich darum kümmern. Das ist im Vergleich zu anderen Dingen auch nicht sooooo teuer. :-( Hoffe ich!

Die Betonpumpe für die Bodenplatte und die Kellerdecke wird auch irgendwo aufgestellt und wir wurden gleich in Kenntnis gesetzt, dass der restliche Beton irgendwo ausgelassen werden muss. Dass man das Material aber hübsch verteilen wird und es später für irgendetwas unglaublich praktisch ist. Leider habe ich vergessen für was? Eventuell könnte man es grün anstreichen und sich dadurch Rasen und damit verbunden das Rasenmähen sparen. ;-)))

Der Baustrom und das unvermeidliche Dixiklo (uahhhh da gruselt es mich jetzt schon) werden von Beilharz gestellt. Dann wurden noch die Aushubtiefen, Kellerhöhen, Schotterschicht, Frostschürzen und Entwässerung besprochen. Im Zuge dessen wurden wir aufgeklärt, dass aufgrund irgendeines Umstands (diesen habe ich leider auch vergessen ... ich glaube wegen der Dämmung oder so) bei uns keine Kastendrainage möglich sei und wir diese gutgeschrieben bekommen. Solche Aussagen erfreuen das Bauherrn Herz.

Unser Keller wird ein Aquasafekeller mit Abdichtung gegen Bodenfeuchte. Eine sogenannte weiße Wanne, wobei diese bei uns eine Mischform mit einer schwarzen Wanne sein wird, da die Fugen wie eine schwarze Wanne ausgeführt werden. Also nennen wir ihn einfach Zebrakeller.

Die Drainagierung übernimmt unser Erdbauer, genauso wie die Noppenbahn. Da das Gelände nicht ganz unproblematisch ist, werden wir im hinteren Bereich Fremdmaterial - sogenannten Siebschütt - einbauen, damit sickert das Wasser direkt in die Drainageleitungen und der Boden sinkt später nicht ab. Unter der Terrasse, die bei uns auf vier riesigen Fundamenten mit Stahlkonstruktion thronen wird (das hätten wir selbst niemals so hinbekommen), werden wir dort einen Teil des Aushubs wieder einarbeiten, weil es unter der Terrasse - dank der Fundamente - kein Druck von oben geben wird. Das könnte im Vergleich zum Angebot des Tiefbauers ebenfalls Geld sparen.

Ein weiterer erfreulicher Punkt: Dank des ausreichenden Gefälles benötigen wir keine Rückstauklappe und haben damit KEINE Mehrkosten ;-))

Dann wurde noch über die Dämmung des Kellers gesprochen. Glatthaar übernimmt die Dämmung unter der Bodenplatte und im erdangefüllten Bereich, der Rest wird vom Gipser der Firma Beilharz übernommen.
Unsere zwei  eingeplanten Lichtschächte könnten evtl. nicht ausreichen, da der Edelstahlkamin bis in den Keller reicht und man für den Schornsteinfeger einen Zugang bereitstellen muss. Das bedeutet wir benötigen einen weiteren großen Lichtschacht als Zugang für den Schornsteinfeger oder wir werden im Zuge des Gartenbaus ein Art Lichthof - auf Deutsch ein Loch - vorsehen. Angebot folgt... Tolle Wurst! Warum kann man den Zugang zum Schornstein nicht einfach auf eine annehmbare Höhe legen? Hat das jeder? Kann man den nicht einfach einbuddeln?

Abschließend wurden wir noch zum Thema Baustellensicherheit belehrt. Ich sage es ja: Ich brauche dringend einen stylischen Bauhelm. Nein, Spass beiseite, aber dank der vorhandenen Hanglage muss die Baugrube nur im oberen Teil abgesichert werden. Außerdem müssen wir jetzt ganz dringend die Bauherrenhaftpflicht abschließen!!!

Jetzt warten wir noch auf den Prüfstatiker und den Roten Punkt und dann ran an die Schaufeln!



Bald steht hier unser Haus. Oh mein Gott, ich bin so aufgeregt!!!